Bücher

1968

Louis Auguste Blanqui: Instruktionen für den Aufstand

Das erste Buch, eine Textauswahl, zu der ich ein längeres Vorwort geschrieben habe, das dann zur Dissertation ausgeweitet wurde. Das Buch erschien in der von Wolfgang Abendroth, Iring Fetscher und Ossip K. Flechtheim herausgegeben Reihe »Politische Texte« in der EVA – mit Klassikern des sozialistischen Denkens. Blanquis Schriften waren zu dieser Zeit in Deutschland weithin unbekannt. Mein Interesse an Blanqui war im Zusammenhang von Studien über den Revolutionsbegriff sowie zu neueren Revolutionstheorien, aber auch von Debatten in der Linken und im SDS entstanden. Diese beschränkten sich – im Vorfeld von 1968 – überwiegend auf Fragen der Revolution in der sog. »Dritten Welt«.

PDF-Download (3,5 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1969

Kritik der Mitbestimmung (1. Auflage 1969)

Eine frühe Gemeinschaftsarbeit mit Studierenden. Sie entstand im Zusammenhang der vom SDS und der »Kampagne für Abrüstung und Demokratie« seit Mitte der 1960er Jahre getragenen außerparlamentarischen Bewegung gegen die Notstandsgesetze. Sie sollte einen Beitrag zur Demokratiedebatte in den Gewerkschaften leisten, die – wie die IG Metall unter Otto Brenner – die Antinotstandsbewegung unterstützten. Im Mittelpunkt der historischen und politischen Analysen stand die Kritik der »Sozialpartnerschaft«. Das Buch erschien in der Regenbogenreihe des Suhrkamp-Verlages und erreichte mehrere Auflagen. Scharfe Kritik gab es aus dem Gewerkschaftsapparat; dennoch wurde das Buch von vielen Jungen, die sich Ende der 1960er Jahre politisierten, gelesen.

PDF-Download (5 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1970

Die neue Arbeiterklasse.
Theorie und Praxis der Gewerkschaften. (1970)

Der Band dokumentiert Beiträge aus einer französischen Debatte um die „neue Arbeiterklasse“ (Serge Mallet). Dabei ging es um die Frage, welche Rolle neue Gruppen der Lohnabhängigen mit einer höheren Qualifikation (Techniker, Ingenieure, Betriebswirte, Arbeitswissenschaftler usw.) in den Kämpfen der Gewerkschaften in Frankreich seit 1968 spielen bzw. spielen können, indem sie eher „qualitative“ (z.B. Arbeiterkontrolle, Humanisierung der Arbeit, Struktur- und Bildungspolitik) als „quantitative“ Forderungen (Lohn, Arbeitszeit) vertreten. Solche Fragen wurden auch  im Zusammenhang der sog. „GO-Politik“ („gewerkschaftliche Orientierung“) marxistisch orientierter Studierendenverbände in der Bundesrepublik diskutiert. Hellmuth Lange, Lothar Peter und ich haben die Beiträge ausgewählt und dazu ein längeres Vorwort verfasst.

PDF-Download (3,5 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1970

Verschwörung, Aufstand und Revolution. Auguste Blanqui und das Problem der sozialen Revolution im 19. Jahrhundert (1970)

Das Buch enthält den wenig geänderten Text meiner politikwissenschaftlichen Dissertation bei Wolfgang Abendroth. Blanqui entdeckte ich in einem Seminar über »Revolutionstheorien«, in dem ich Kurt Lenk zuarbeiten konnte. Die Beschäftigung mit dem Thema Revolution stand im Zusammenhang von Studien zur Geschichte der Arbeiterbewegung, von Debatten über die russische Oktoberrevolution sowie über Revolutionsbewegungen in der Dritten Welt. 1968 gab ich eine Sammlung von Aufsätzen und Reden von August Blanqui unter dem Titel »Instruktionen für den Aufstand« heraus. Aus der Einleitung zu diesem Band vom Herbst 1967 entstand die Dissertation, die im Frühjahr 1968 abgeschlossen war.

PDF-Download (16 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1971

Das Bewußtsein der Arbeiter. Studien zur politischen Soziologie des Arbeiterbewußtseins

Von 1968 bis 1971 war ich als Akademischer Rat im Institut für Soziologie (mit Heinz Maus und Werner Hofmann) tätig. Diese Studien arbeiteten den damaligen Forschungstand zum Thema Arbeiterbewusstsein (auch in der internationalen Forschung) auf und reflektierten methodologische Probleme der empirischen Bewusstseinsforschung. Sie verstanden sich zugleich als  ideologiekritische Auseinandersetzung mit den herrschenden Meinungen  in der zeitgenössischen Soziologie (»Ende der Klassengesellschaft«, »nivellierte Mittelstandsgesellschaft«) sowie als Beitrag zur immer wieder erneuerten, marxistischen Debatte über das »Klassenbewusstsein« der Arbeiter. Die Texte wurden 1971 auch in meinem Habilitationsverfahren  begutachtet.  Das Buch erlebte mehrere Auflagen.

PDF-Download (7 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1973

Soziale Stellung und Bewußtsein der Intelligenz

Dieses Buch entstand im Zusammenhang der Klassen- und Sozialstrukturanalyse des IMSF. Christoph Kievenheim und André Leisewitz hatten dabei einen eigenen Band zur Analyse der Entwicklung und Rolle der wissenschaftlich-technischen Intelligenz und ihrer Stellung in der Klassenstruktur entwickelter kapitalistischer Gesellschaften erarbeitet.

Dieser Band spielte für die  Studierendenverbände der »gewerkschaftlichen Orientierung« (GO) – also für MSB Spartakus und SHB – eine wichtige Rolle bei der Entwicklung ihrer Hochschul- und Bündnispolitik. Christoph Kievenheim war einer der führenden Köpfe des Marburger SDS und bei der Gründung des MSB Spartakus; er ging bald nach Westberlin, wo er leider schon 1978 starb. André Leisewitz arbeitete beim IMSF und war bei dessen Auflösung im Jahre 1990 dessen stellvertretender Direktor.

PDF-Download (1,8 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1975

Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Zur politischen Ökonomie der westeuropäischen Integration (1975)

Nach der Berufung auf einen Lehrstuhl für Politikwissenschaft, der u.a. für Internationale Beziehungen ausgewiesen war, konzentrierte ich mich – bis zur Emeritierung – in Lehre und Forschung u.a. auf den Schwerpunkt westeuropäische bzw. europäische Integration. Dieses Buch ging aus einem Arbeitszusammenhang mit Studierenden hervor, die ihre Dissertationen im Bereich der Europaforschung schrieben bzw. schreiben sollten. Im Mittelpunkt der Beiträge steht der Zusammenhang von internationaler Kapitalbewegung und nationalstaatlicher Politik, der – im Rahmen der Imperialismusdebatten nach 1945 – neu konzipiert werden musste. Es war unsere erste Arbeit auf dem Felde der Internationalen Politischen Ökonomie, die wir später in der Forschungsgruppe Europäische Gemeinschaften (FEG) – im Kontext der neue Dynamik der europäischer Integration nach 1991 – noch gründlicher reflektiert und analysiert haben.

PDF-Download (7,5 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1977

Probleme der materialistischen Staatstheorie (1977)

Dieser Band entstand aus dem „Staatsarbeitskreis“, in dem wir die sogenannte „Staatsableitungsdebatte“ der frühen 1970er Jahre aufgearbeitet haben. Der eigene Beitrag bewegte sich im Rahmen der Theorie des staatsmonopolitischen Kapitalismus (SMK-Theorie), wie er zu dieser Zeit z. B. von Peter Hess (DDR) und Paul Boccara und seinen Mitarbeitern (Frankreich) vertreten wurde. Ein Beitrag von Karin Priester über die Staatstheorie von Antonio Gramsci, der für diesen Band vorgesehen war, wurde vorab in der Zeitschrift „Das Argument“ veröffentlicht. Der Beitrag, an dem ich beteiligt war, geht auf den Zusammenhang zwischen der Staats- und der Strategiedebatte in den großen kommunistischen Parteien Westeuropas (KPF, KPI, PCE) ein.

PDF-Download (1,5 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1979

Autonomie und Integration | Materialien zur Gewerkschaftsanalyse (1979)

Das Buch entstand aus zahlreichen Diskussionen über die Veränderungen der gewerkschaftlichen Handlungsbedingungen im Gefolge der ökonomischen Krisenprozesse, der sozialen Strukturveränderungen und der zunehmenden Klassenkämpfe in den 70er Jahren. Gewerkschaftliche Interessenvertretung hatte sich – als Moment der Veränderung der gesamtgesellschaftlichen und politischen Kräfteverhältnisse – in den meisten entwickelten kapitalistischen  Staaten des Westens nach links politisiert. Dabei hatte sich zugleich – nicht nur der BRD – das Verhältnis zwischen den politischen Parteien der Linken und den Gewerkschaften zugunsten eines stärkeren Autonomieanspruches der Gewerkschaften verändert. Daraus wiederum resultierten neue Fragestellungen für eine marxistische Gewerkschaftstheorie und -analyse. In einem langen Kapitel »Autonomie und Einheitsgewerkschaft« habe ich versucht, einen Beitrag zu dieser Debatte zu leisten.

PDF-Download (5,5 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1980

Strauß und die Gewerkschaften

Strauß war im Bundestagswahlkampf 1980 der Kanzlerkandidat der CDU/ CSU. Er war der Kopf des rechten Flügels der Konservativen, der gegen „die Linke“ ins Feld zog und  die von Helmut Schmidt (SPD) geführte Regierung der sozialliberalen Koalition ablösen wollte. Dabei hatte er immer wieder die DGB-Gewerkschaften angegriffen, die in den 70er Jahren stärker und  kämpferischer geworden waren und sich für gesellschaftspolitische Reformen, aber auch für Forderungen der Friedensbewegung  einsetzten. In diesem Buch werden die Angriffe von Strauß u.a. gegen die Gewerkschaftsmacht, aber auch gegen die Einheitsgewerkschaft dokumentiert. Detlef Hensche, damals Mitglied des Vorstandes der IG Druck und Papier und bedeutendster Repräsentant des linken Gewerkschaftsflügels, begründet in seinem Beitrag, warum es notwendig ist, dass sich die Gewerkschafter im Kampf gegen Strauß und eine “Wende nach rechts“ engagieren.

PDF-Download (4,1 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1981

Einheit und Spaltung der Arbeiterklasse. Überlegungen zu einer politischen Geschichte der Arbeiterbewegung (1982)

Dieser Text bezieht sich auf Diskussionen über methodologische und politische Implikationen der Erforschung und Darstellung der Geschichte der Arbeiterbewegung: Geschichte »von oben« oder »von unten«, Sozialgeschichte statt Organisationsgeschichte, Biographieforschung (Oral History), Zusammenhang von Gesellschaftsgeschichte, Geschichte der Klasse und der Klassenkämpfe sowie der Geschichte der Organisationen der Arbeiterbewegung. Damit waren stets auch politische Optionen (z.B. Selbsttätigkeit statt »Leninismus«) verbunden. Meine Option für eine politische Geschichte der Arbeiterbewegung geht von der These aus, dass die »Spaltung« eher den »Normalzustand« des Klassenalltags bezeichnet, während die »Einheit« immer auch als politisches Projekt begriffen werden muss – allerdings nicht als reine Organisationsmacht, sondern als »Hegemonie« im Sinne Gramscis, dessen Schriften ich seit dem Ende der 1970er Jahre rezipierte. In diesem Zusammenhang stelle ich auch Überlegungen zur Bedeutung von »Kampfzyklen in der Geschichte der Arbeiterbewegung« an.

PDF-Download (6 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1984

Ende oder Zukunft der Arbeiterbewegung?
Gewerkschaftspolitik nach der Wende.
Eine kritische Bestandsaufnahme.

Dieser Text wurde im Vorfeld der gewerkschaftlichen Kämpfe um die 35-Stunden-Woche (1984) geschrieben. Ich war zu dieser Zeit vielfach als Referent bei der IG Metall tätig, aber auch an strategischen Debatten zur Bedeutung des Kampfes um Arbeitszeitverkürzung beteiligt. Das Buch analysiert die konservativ-liberale Wende zur Helmut-Kohl-Regierung (ab 1982) sowie  die Veränderung der Kräfteverhältnisse zugunsten des Neoliberalismus. Gleichzeitig wurde eine Antwort auf die These »Abschied vom Proletariat« (Gorz) bzw. »Ende der Arbeiterbewegung« versucht, die in den neuen sozialen und »grünen« Bewegungen dieser Jahre  Zustimmung fand. Die Analyse der Kampfzyklen wird hier – im Rahmen einer »politischen Krisengeschichte« des 20. Jahrhunderts fortgeführt. Gleichzeitig entwickle ich erste Überlegungen zu der Frage, wie die Zukunft der Arbeiterbewegung und des Sozialismus durch den Begriff der neuen Herausforderungen durch die neue Kapitalismusformation und durch die Erneuerung  einer utopischen Perspektive der Emanzipation gesichert werden kann.

PDF-Download (6,5 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1987

Niccoló Machiavelli. Zur Kritik der reinen Politik (1987, Neuauflage 2014)

Dieses Buch entstand aus Vorlesungen, die ich regelmäßig zu »Klassikern des politischen Denkens« wie zur politischen Ideengeschichte der Neuzeit hielt. Dabei waren einerseits Defizite einer materialistischen Ideengeschichte der Politik sowie der politischen Theorie des Marxismus bewusst; andererseits wollte ich mich von der Staatsableitungsdebatte der späten 1970er Jahre abgrenzen, die immer abstrakter und unpolitischer geworden war. Gramscis »Notizen über die Politik des Machiavelli« haben freilich den entscheidenden Impuls vermittelt. Bei einem Gastsemester in Amsterdam hatte ich die Gelegenheit, die neuere – vor allem angelsächsische und italienische – Literatur zur politischen Theorie des Marxismus, aber auch zur Geschichte der Renaissance zu studieren. Der Untertitel formuliert zugleich eine These, die nicht nur für das frühe 16. Jahrhundert in Florenz und in Italien, sondern auch für die Gegenwart überprüft werden kann: dass nämlich gesellschaftliche Krisen und Verfallsprozesse niemals durch die »reine Politik«, d.h. durch staatliche Gewalt, gelöst werden können, sondern nur durch eine Klassenbewegung von unten, die ein neues gesellschaftliches Projekt der Emanzipation vertritt.

PDF-Download des ersten Kapitels (»Wege zu Machiavelli«, 1 MB) durch Mausklick auf das Titelbild. Das gesamte Werk ist beim PapyRossa-Verlag erhältlich.

1989

Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung (1. Auflage 1977, 4. aktualisierte und wesentlich erweiterte Auflage 1989)

Das Buch entstand als Gemeinschaftsarbeit mit Studierenden, die von den Herausgebern (Frank Deppe, Georg Fülberth und Jürgen Harrer) betreut wurden. Es entstand in einer Periode, in der vor allem unter jungen Kolleginnen und Kollegen in den Gewerkschaften das Interesse an der Geschichte der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung deutlich zugenommen hatte. Die Jungen, die in den Kämpfen der Gegenwart engagiert waren, interessierten sich vor allem auch für Perioden der Anpassung und der Niederlagen der Gewerkschaften (im Ersten Weltkrieg, in der Novemberevolution und zwischen 1930 und 1933). Das Buch provozierte Kritik – vor allem von Seiten der Sozialdemokratie und der sozialpartnerschaftlich orientierten Gewerkschaftsführungen. Es löste bis in die 1980er Jahre eine breite Debatte, aber auch zahlreiche Konferenzen und Buchveröffentlichungen über die Geschichte der deutschen Gewerkschaften aus.

PDF-Download (15 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1989

Gewerkschaften im Umbruch

Dieser Band wurde im Anschluss an die 4. Auflage der »Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung« konzipiert, die im gleichen Jahr erschienen war (s.o.). Nunmehr standen neue Herausforderungen und Zukunftsfragen im Mittelpunkt. Die Beiträge von jüngeren Autorinnen und Autoren befassten sich mit

  1. dem Übergang in die neue Kapitalismusformation (noch »Postfordismus« genannt),
  2. mit den Veränderungen in der Zusammensetzung der Arbeiterklasse (z. B. über die Angestelltenpolitik der IG Metall),
  3. mit neuen Kampfformen der Gewerkschaften und
  4. den sog. »Zukunftsfragen« im Bereich der Kultur, der Jugend und der Frauen, der neuen Technologien, der neoliberalen Politik, der transnationalen Konzerne und der europäischen Integration.

PDF-Download (7,6 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1989

1992 – Projekt Europa. Politik und Ökonomie in der europäischen Gemeinschaft

Herausgegeben von Frank Deppe, Jörg Huffschmid und Klaus Peter Weiner

Die Beiträge dieses Buches befassen sich mit der neuen Dynamik der europäischen Integration. Diese wurde in den späten 1980er Jahren – als Jacques Delors Präsident der EU-Kommission geworden war – mit dem »Projekt Binnenmarkt ’92«, also mit einem Projekt der Marktliberalisierung und Deregulierung in Gang gesetzt. Damit setzt sich u. a. der Ökonom Jörg Huffschmid kritisch auseinander. Weitere Beiträge behandeln einzelne Politikfelder (Währung, Technologiepolitik, Frauen- und Umweltpolitik). Dazu werden Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik diskutiert. Mein Beitrag am Schluss reflektiert – unter dem Titel »Alter und neuer Internationalismus« – den Zusammenhang von Integrationsdynamik und linker Politik in Europa.

PDF-Download (2,3 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1991

Jenseits der Systemkonkurrenz. Überlegungen zur neuen Weltordnung (1991)

Die Anregung zu diesem Text ging aus Debatten in der Forschungsgruppe Europäische Gemeinschaften (FEG) hervor, in der wir uns ein einerseits mit der Analyse des »Binnenmarktprojektes ′92« (Jaques Delors), aber auch mit der Schule der sog. »neogramscianischen internationalen politischen Ökonomie«, vor allem mit Schriften von Robert Cox aus Toronto/Canada befassten. Dazu rezipierten wir Arbeiten der französischen »Schule der Regulation« (Aglietta, Lipietz u.a.) über die Krise des Fordismus. Meine Überlegungen richteten sich – sehr vorläufig – auf die Folgen der Auflösung der bipolaren Weltordnung und die daraus resultierende widersprüchliche Dynamik des kapitalistischen Weltsystems einschließlich der Entwicklung der US-amerikanischen Hegemonie (unipolare Weltordnung). Zugleich beschäftigte ich mich mit der Frage, welche Rolle Deutschland und die EU im Prozess der Herausbildung einer »neuen Weltordnung« spielen könnten. Das Buch wurde ins Griechische übersetzt und von meinem Kollegen und Freund Nikos Kotzias mit einem ausführlichen Vorwort versehen.

PDF-Download (13 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1991

Binnenmarkt `92 (1991)

Das EU-Binnenmarktprogramm sollte Markthindernisse beseitigen, eine neue Dynamik des Wachstums in der EU und eine Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen auf den globalen  Märkten  einleiten und befördern. Die Länderstudien in diesem Buch gehen der Frage nach, wie die jeweiligen Arbeitsbeziehungen (also die Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit sowie die Rolle des Staates) durch den intensivierten Wettbewerbsdruck beeinflusst werden. Da die Regulierung der Arbeitsbeziehungen jeweils in die Kompetenz der Nationalstaaten fällt, war damit als weitere Frage verbunden, wie durch den Binnenmarkt – verbunden mit neuen Anforderungen an die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik der Mitgliedstaaten – Eingriffe in das System der Arbeitsbeziehungen erfolgen und dabei die Stellung der Gewerkschaften und der betrieblichen Interessensvertretungen  der Belegschaften geschwächt  werden. Das Buch entstand aus einem Projekt der „Forschungsgruppe Europäische Gemeinschaften“ (FEG). Die Autorinnen und Autoren sind Studierende, die ihre Diplomarbeiten im Rahmen des Projektes erstellten.

PDF-Download (1 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

1997

Fin de Siècle. Am Übergang ins 21. Jahrhundert (1997)

Die in diesem Band versammelten Aufsätze sind einerseits Vorarbeiten zu meinem »Politischen Denken im 20. Jahrhundert«. In ihnen  reflektieren sich aber auch die tiefgreifenden Umbrüche dieser Jahre – sowohl in der Weltordnung und –politik als auch in den inneren Klassen- und Kräfteverhältnissen in den entwickelten kapitalistischen Staaten. In diesen Jahren erreicht der neoliberale Hegemoniezyklus seinen Höhepunkt. Die im letzten Beitrag gestellte Frage nach der »Zukunft des Sozialismus« versucht, sich einem schwierigen Thema zu stellen.

PDF-Download (3,7 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

Shop

Durch einen Mausklick auf das Cover gelangen Sie zum Verlag und können das Buch dort online erwerben.

Der neue Imperialismus2004:  Der neue Imperialismus

Frank Deppe, Stephan Heidbrink, David Salomon, Stefan Schmalz, Stefan Schoppengerd, Ingar Solty, Diestel Verlag, Heilbronn.

Imperialismus2011: Imperalismus

Frank Deppe, David Salomon, Ingar Solty.
Papyrossa, Köln, 2011.

2012: Gewerkschaften in der Großen Transformation. Von den 70er Jahren bis heute.

Frank Deppe,  Eine Einführung, Papyrossa, Köln, 2012.

2013: Der »Antimachiavell«
des Friedrich II

Frank Deppe, Supplement der Zeitschrift Sozialismus, 1/2013.

Autoritärer Kapitalismus2013: Autoritärer Kapitalismus.
Demokratie auf dem Prüfstand

Frank Deppe, VSA Verlag, Hamburg, 2013.

2014: Imperialer Realismus? Deutsche Außenpolitik. Führungsmacht in neuer Verantwortung.

Frank Deppe, VSA-Verlag, Hamburg, 2014.

2014: Niccolò Machiavelli. Zur Kritik der reinen Politik, Neuauflage

Frank Deppe, Papyrossa, Köln, 2014.

2015: Einheit oder Spaltung? Überlegungen zur Debatte um die Einheitsgewerkschaft

Frank Deppe, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Analyse, Berlin, 2015.

2015: Der Staat

Frank Deppe,
Papyrossa, Köln, 2015.

2016: Politisches Denken im 20. Jahrhundert, Neuauflage

Fünf Bände, VSA-Verlag, Hamburg, 2016.

2016: Die gekaufte Stadt. Der Fall Marburg. Auf dem Weg zu »Pohl-City«?

Sebastian Chwala, Frank Deppe, Rainer Rilling, Jan Schalauske (Hrsg.), eine Veröffentlichung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, VSA-Verlag, Hamburg, 2016.

2017: 1917 - 2017. Revolution und Gegenrevolution

Frank Deppe, VSA-Verlag, Hamburg, 2017.

Frank Deppe: 1968: Zeiten des Übergangs2018: 1968: Zeiten des Übergangs

Das Ende des »Golden Age«, Revolten & Reform­bewegungen, Klassenkämpfe & Eurokommunismus, VSA-Verlag Hamburg