Leben

1941194819531960196119641965 • 19681969 • 1970 • 1971 • 1972 • 1975 • 1977 • 19801984
1985
 • 1986 • 1989 • 1991 • 1994 • 2001 • 2005 • 2006 • 2008 • 20092010 • 2012 • 2013 • 2016 • 2017 • 2018

Geboren in Frankfurt am Main. Der Vater ist Sparkassenangestellter und war bis 1945 im Krieg. Die Mutter versorgte die Familie, zu der der ältere Bruder Hans-Ulrich gehört.

1941

1948–1952

Besuch der Volksschule in Walldorf (Hessen) von 1948 bis 1952.

Besuch des Goethe-Gymnasiums in Frankfurt am Main, Abschluss 1961.

1953–1961

Gießener Jazz-Big-Band

Seit 1958

Trompete als Hobby. Frank Deppe spielt noch heute als 4. Trompeter der Gießener Jazz Big Band und war bis 2006 Vorsitzender der Jazz Initiative Marburg (JIM). Hier eine Hörprobe mit Frank Deppe am Flügelhorn:

Studium der Soziologie in Frankfurt am Main (bei Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Herbert Marcuse (Gastsemester).

1961–1964

Alle reden vom Wetter - Wir nicht.

1964

Eintritt in den Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS). 1964 bis 1965 Gruppenvorsitzender in Marburg, 1966 bis 1967 Mitglied im Bundesvorstand des SDS (u.a. mit Rudi Dutschke). 1967/68: Politisches Komitee – Zusammenarbeit mit Kurt Steinhaus, Dieter Boris, Karl-Hermann Tjaden. Frank Deppe gehörte mit ihnen zu den »Dritte-Welt-Spezialisten« und war einer der Sprecher der sogenannten »Traditionalistenfraktion« im Bundesvorstand des SDS.

Sommersemester 1964 bis 1968: Studium der Soziologie, der Politikwissenschaften und der Volkswirtschaftslehre an der Philipps-Universität Marburg.

1964–1968

Wolfgang Abendroth

1965

Hilfskraft am Institut für wissenschaftliche Politik bei Prof. Dr. Wolfgang Abendroth.

Promotion über Louis Auguste Blanqui. Entstanden aus der Zusammenarbeit mit Kurt Lenk (Theorien der Revolution). Ursprüngliches Dissertationsprojekt waren die Gewerkschaften nach 1945.

1968

1968–1971

Akademischer Rat am Soziologischen Institut der Philipps-Universität Marburg bei Werner Hofmann und Heinz Maus.

Zusammenarbeit mit dem Institut für marxistische Studien und Forschungen (IMSF) in Frankfurt am Main. Mit dabei (u.a.): Josef »Jupp« Schleifstein und Heinz Jung. Anschließend Zusammenarbeit mit Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung, eine Zusammenarbeit, die bis heute andauert.

1969–1991

IMSF

Seit 1970

Vertrauensdozent der Hans-Böckler-Stiftung (früher Stiftung Mitbestimmung)

Habilitation in »Politische Soziologie« und »Politikwissenschaft« mit »Studien zur politischen Soziologie des Arbeiterbewusstseins«, dazu  Arbeiten zu »Wissenschaftlich-technische Intelligenz und Arbeiterbewegung«.

1971

Habilitation

Ab 1972

Erste Kollektivpublikationen:

  • Zur politischen Ökonomie der westeuropäischen Integration (Rowohlt Verlag)
  • Arbeiterbewegung und westeuropäische Integration (1976)
  • »Probleme der materialistischen Staatstheorie. Staat und Monopole II« im Argument-Verlag (1977)

Arbeitskreise mit Studierenden: Materialistische Staatstheorie – Probleme der westeuropäischen Integration – Intellektuelle in und nach Revolutionen (1848 – 1905 – 1917/18 – 1968).

1975

Arbeiterbewegung und westeuropäische Integration
Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung

1977

Große Auseinandersetzung um das Buch »Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung« und einer angeblichen »kommunistischen Unterwanderung« der DGB-Gewerkschaften. 

Die Angriffe richteten sich gegen das Marburger Autorenteam. Ein Ergebnis: Eine Wissenschaftliche Konferenz zur Geschichte der Gewerkschaften, die der DGB vom 11. bis 13. Oktober 1979 in München ausrichtete. Frank Deppe damals im Podium mit Karl Dietrich Bracher, Henryk Skrzypczak und Hans-Gerd Schumann. Eine Stellungnahme von Frank Deppe zur Auseinandersetzung gibt es hier.

Gastprofessur in Amsterdam. Regelmäßig Teilnahme an internationalen Konferenzen (Historiker der Arbeiterbewegung, Linz; Socialism in the World, Cavtat, Jugoslawien; Socialist Scholars Conference, New York).

1984 Teilnahme am Promotionsverfahren von Kees van der Pijl in Amsterdam.

1980

1984

Frank Deppe unterstützt aktiv die Streiks der IG Metall und der IG Druck und Papier um die 35-Stunden-Woche im Jahr 1984. Zwei kollektive Veröffentlichungen (mit den Streikführern) zu den Streiks im Marburger Verlag Arbeiterbewegung und Gesellschaftswissenschaft (VAG).

 

Wolfgang Abendroth stirbt am 15. September 1985. Frank Deppe hält die Trauerrede auf dem Frankfurter Hauptfriedhof. Sie ist in einem Sonderheft der Zeitschrift »Sozialismus« vom November 1985 dokumentiert.

1985

1986

Gündung des Marxistischen Arbeitskreises (MAK) mit Klaus Dörre.

Gründung der »Forschungsgruppe Europäische Gemeinschaften« (FEG). Geleitet zuerst mit Klaus-Peter Weiner, später mit Hans-Jürgen Bieling.

1989–1990

1991

Zum 50. Geburtstag von Frank Deppe: Festschrift »Der Trümmerhaufen als Aussichtsturm«. PDF-Download (6,1 MB) durch Mausklick auf das Titelbild.

Frank Deppe ist Mitherausgeber der Zeitschrift »Sozialismus« und Beiratsmitglied der Zeitschrift »Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung«. Zudem arbeitet er regelmäßig im »Forum Gewerkschaften« der Zeitschrift »Sozialismus« mit.

Seit 1991

Sozialismus/Z
Foto: Sebastian Terfloth

1994

Vortragreise nach Saloniki, Istanbul und Ankara.

Zum 60. Geburtstag erscheint beim Hamburger VSA-Verlag die Festschrift »Flexibler Kapitalismus«, herausgegeben von Hans-Jürgen Bieling, Klaus Dörre, Jochen Steinhilber und Hans-Jürgen Urban.

2001

Reise nach Japan

2005

Vortragreise nach Tokio/Japan.

Emeritierung: Abschiedsvorlesung. Krise und Erneuerung marxistischer Theorie – Anmerkungen eines Politikwissenschaftlers.

Ich hatte ausgezeichnete Mitarbeiter (u.a. Witich Rossmann, Klaus Dörre, Hans-Jürgen Bieling, David Salomon), dazu viele ebenso hervorragende Doktoranden.

2006

Emeritierung: Abschiedsvorlesung

2008

Meine Frau Ulla stirbt. Wir haben mit unserer Tochter Judith Dähne seit 1970 zusammen gelebt. Ulla hat als Bibliothekarin an der Universitätsbibliothek in Marburg gearbeitet. Judith lebt mit ihrem Mann Jens und den Kindern Milena und Marek in Frankfurt.

Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Rosa Luxemburg Stiftung.

2009

2010

Das »Politisches Denken im 20. Jahrhundert« – fünf Bände beim Hamburger VSA-Verlag, der erste Band erschien 1999 - ist abgeschlossen. (Neuauflage 2016) Von der Krise der Belle Epoque bis zur Großen Krise der Gegenwart: das Standardwerk über die politischen Strömungen des Liberalismus, Konservatismus, Sozialismus und Antiimperialismus und deren Exponenten. Mit Werner Goldschmidt habe ich darüber ein Gespräch geführt (hier). Filme dazu gibt es hier.

Vortragsreise nach Südkorea, wo meine Schüler Hae Young Lee, Choon Kweon Koo, Ho Geun Lee, Wontaek Lim und In Rib Baek (der inzwischen leider verstorben ist) als Professoren lehren.

Seit 2010 mit der Marburger Ärztin Christa Meyszner verheiratet. Sie hat zwei Kinder: Jenny und Ben. Jenny ist mit Ralf verheiratet und hat eine Tochter Pina, Ben lebt mit Nina zusammen. So haben wir – durch Synergieeffekte – eine große Familie.

Seit 2010

Frank Deppe

2012

Fellow beim Kolleg Postwachstum in Jena (Leiter: Klaus Dörre, Stefan Lessenich und Hartmut Rosa).

Mitglied im Vorstand der Rosa Luxemburg Stiftung.

2012–2014

Nicos Poulantzas

2013

7. Nicos Poulantzas Memorial Lecture in Athen. Thema des Vortrages: »Autoritärer Kapitalismus«. Treffen mit Nikos Kotzias und Alexis Tsipras.

  • 75. Geburtstag am 23. September – Fest in der Bornheimer »Sonne« – organisiert vom »Stammtisch« (ehemalige Schüler von Frank Deppe in Wissenschaft und Gewerkschaft) und dem »Forum Gewerkschaften« der Zeitschrift »Sozialismus«. Anlässlich des Fests erschien ein Supplement der Zeitschrift »Sozialismus« 10/2016: Klaus Dörre/Hans-Jürgen Urban (hrsg.), Kapitalismuskritik auf der Höhe der Zeit. Frank Deppe zum 75. Geburtstag.
  • Im November Festrede zu 70 Jahre DGB Hessen im Frankfurter Gewerkschaftshaus

2016

2017

Am 12. Februar 2017 - auf Vorschlag der Partei Die Linke/Hessen – Mitglied der Bundesversammlung, die den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier gewählt hat. Mein Gegen-Kandidat, Professor Christoph Butterwege, erreichte allerdings ein respektables Ergebnis.

2017

2017 Oktober: Teilnahme an einer Konferenz aus Anlass der Emeritierung seines Freundes Leo Panitch von der York University in Toronto Canada

Mai 2018,  Beijing-Universität, gemeinsame Tagung mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung aus Anlass des 200. Geburtstages von Karl Marx: »Ein chinesisch-deutscher Dialog über Kritische Theorie«.

2018

Marx-Konferenz in Beijing